Sonntag, 1. September 2013

Fazit dieses Segeltörns

Sonntag, 02.09.2013

Nochmal: Schön war es.
Wir haben viel erlebt, viel gelernt und wir möchten keinen Tag dieser drei Wochen missen.
Es war nicht immer leicht, aber es war insgesamt schön und sehr erholsam.

Fassen wir das mal zusammen:
Wir waren 21 Tage unterwegs. In dieser Zeit haben wir 437 Seemeilen - das sind 809 km - geschafft.
Davon sind wir 229 Seemeilen (424 km) gesegelt und mussten 208 Seemeilen (385 km) motoren. Somit hatte das Segeln mit 52% der Gesamtstrecke zum Glück die Oberhand.
Wir bewältigten dies in 15 Tagesfahrten, bei denen wir 15 Häfen angelaufen sind. Insgesamt waren es 10 verschiedene Häfen. Das heißt 10 mal Dusche suchen, Hafenmeister finden und vor allem: 10 verschiedene Orte. 7 Häfen waren schwedisch, 3 deutsch.
Unsere Vorräte waren wieder gut bemessen. Es gibt noch etwas Bier für den einen oder anderen Wochenendtrip an Bord und die Sammlung an süßen und salzigen Snacks lässt auch noch einige längere Törns zu. Die "richtigen" Nahrungsmittel sind fast komplett aufgebraucht; die Vorrat der Wasserflaschen ist bis auf einen kleinen Rest - die einkalkulierte Notreserve - zusammengeschmolzen.

Wir werden lange von den schönen, vor allem schwedischen, Eindrücken zehren. Es gab so schöne Landschaften, die sich unzerstörbar im Kopf abgespeichert haben. Wir haben interessante Menschen kennengelernt; aufgeschlossen, hilfsbereit und angenehm neugierig. Es gab so viele schöne Gespräche mit Menschen auf unserem Weg; abends beim Bier von Boot zu Boot, sonst öfter mal quer über den Steg oder gemütlich bei einem leckeren Kaffee. In Schweden sprach man mit uns deutsch, englisch und deutsch-schwedisch mit händegefuchtelten Untertiteln.
Wir sind entspannt und erholt wiedergekommen. Viele unserer Wünsche für diese Reise wurden erfüllt.
Das kleine Boot hat uns weit gebracht. Trotz des Wunsches nach möglichst weiter Reise ist uns kein Tag im Hafen, und somit an Land, zuviel. Nur so lernt man Land und Leute wirklich kennen.
Trotzdem brennt das Reisefieber weiter, soll es das nächste Mal noch nördlicher gehen.
Wir verzichten dabei gerne auf weitere Wetterüberraschungen und wünschen uns einen Vorrat an Wind - na gut, welcher Segler wünscht sich das nicht.
Über den Winter wird das Boot an Land gehegt und gepflegt, kleine Wunden geheilt und verschlissene Leinen ausgetauscht.
Der kleine schwarze Schreihals geht in den Winterurlaub und darf weiterhin davon träumen, mal einen Urlaub lang ganz viel (am Heck) rumhängen zu dürfen.

Wir danken allen Lesern unseres Blogs für das Interesse an unserem Törn.
Es ist ein schönes Gefühl, euch auf diese Weise bei uns zu haben.

@Ira&Ken: Ihr habt super auf uns aufgepasst. Danke für jeden Rat, Web-Link und die Seelen-Streichler, wenn das Wetter nervte oder der Körper schlappmachten. Ihr seid uns sehr gute Freunde!