Sollte morgen nicht der totale Wetterumbruch stattfinden, werden wir die schwedische Küste definitiv verlassen.
Den heutigen Hafentag nutzten wir für erste Vorbereitungen für den langen Schlag nach Rügen und den Abschied von Ystad.
Erstmal Frühstück!
Dann gingen wir diverse Notwendigkeiten am Boot an. Erst tüftelten wir eine Weile an einer Verbesserung unserer nicht besonders funktionierenden Arretierung der Ruderpinne. Dies wäre eine sehr hilfreiche Sache, wenn man allein im Cockpit ist und nur mal für ein paar Sekunden weg vom Ruder will. Sei es, um am Plotter die Einstellung zu ändern oder das Vorsegel besser stellen zu wollen - alles, ohne den anderen extra deswegen wecken zu müssen. Nach einigen Varianten haben wir eine halbwegs gute gefunden. Noch nicht die finale Lösung, aber für die nächsten Fahrten bis in den Heimathafen sollte es funktionieren. Wichtig war, dass sie sich im Notfall schnell lösen lässt. Alles bedacht und sollte funktionieren.
Danach kümmerte sich Harry um den Einbau der noch fehlenden Sicherung im Batteriebereich, ich schrubbte das Boot an besonders schlimmen Stellen und legte zum gefühlt hundertsten Mal in diesem Urlaub die Backskiste mit dem Frischwassertank trocken. Nicht nur, dass der Tank am Einlassventil weiterhin etwas tropft; die Abdeckung der Backskiste bekommen wir einfach nicht dicht und nach den gestrigen Regengüssen steht das Wasser darin. Nicht hoch, nicht schlimm, aber nervig. Also alles wieder ausgeräumt, den Einlass-Schlauch neu aufgesetzt, Stauraum getrocknet und alles wieder eingeräumt. Jetzt können wir morgen gut abgesichert, sauber und trocken starten.
Der Hafen ist mittlerweile (im Gästebereich) wie leergefegt. Wir haben eine ganze Stegseite für uns allein. Das wird sich bis zum Abend erfahrungsgemäß wieder füllen.
Im "schwedischen Pub" LeCardinal eine schöne Grillplatte mit Fleisch, knackigem Gemüse und überbackenem Kartoffelbrei (auf einem heißen Holzbrett serviert, typisch süd?schwedisch), anschließend in der Konditorei Diana doppelten Espresso (endlich!) und leckere Torte. Zum Glück gab es meine Lieblingskuchen - Käse oder Schokolade - nicht. Laut Wörterbuch hätte ich Ostkaka (sprich: Uhstkaka) oder Kladkaka bestellen müssen. Dazu war ich nach dem Bier zum Mittag schlichtweg zu albern drauf :-)))
| Sicherheitshalber bin ich beim Bestellen auf Tårta (Torte) umgestiegen |
Noch einem kleinen Umweg über den Fährhafen, zurück zum Yachthafen, das letzte Mal Liegegeld am Automaten bezahlt und den Nachweis am Boot festgemacht. Sonnenbaden, lesen, schlafen - Urlaub.
Morgen soll es sehr früh losgehen - wenn wir nicht trödeln, dann fahren wir mit dem ersten Tageslicht aus dem Hafen. Ob wir das hinbekommen oder verschlafen? Ob das Wetter diesmal stimmt? Wir lassen uns - wie immer - überraschen. Die Heimat ruft, auch wenn wir auf diesem Ohr gerne noch etwas taub sind.


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