Was für ein Lauf ...
Früh aufgestanden und auf den Wetterbericht geguckt.
Mhm, 1 Bft - also so gut wie null-komma-nix an Wind. Im Laufe des Tages sollte es etwas mehr werden.
Die Richtung stimmt, Wind aus Ost kann man für den Weg nach Schweden gut gebrauchen.
Ein kurzes karges Frühstück hatten wir uns noch gegönnt, dann ging es los. Schnell noch das Boot klarmachen und Basili2 das Nötigste erklären.
Halb neun brüllte uns der Motor aus dem Hafen Lohme. Das Wetter war, mal nicht als Segler gesehen, fantastisch. Eine Ostsee-Sinfonie in blau.
In aller Ruhe schipperten die großen Pötte vorbei.
Für uns keine Gefahr, es gab genug Platz und die Sicht war super. Aus der Entfernung sah es aus, als obdie Schiffe schweben. Der Horizont verschwand vor lauter blau drumherum.
Spiegelglatte See, kein Lüftchen weht.
Zum Glück war es heute nicht mehr so heiß. Im Schatten waren auf der Ostsee rund 21°C. Endlich kühlender Fahrtwind, der die ungetrübte Sonne etwas erträglich machte.
So mancher Großer kam uns dann doch ganz schön nah. Nicht gefährlich, aber ... nah genug.
Auf dem Plotter (Navi fürs Boot) kann man mit AIS ganz gut erkennen, ob Kollisionsgefahr besteht oder nicht.
(AIS bitte mal selbst nachschlagen, das wird sonst zu langatmig hier).
Der hier flutschte mit geschätzt 500m Entfernung an uns vorbei. Beeindruckend groß aus dieser Distanz.
Irgendwann kurz vor Mittag kam der versprochene Wind, wenn auch anfangs etwas schwach auf der Brust.
Also schnell den Gennaker raus und ... ab ging die Luzi. Die dicke rote Nase zog uns durchs Wasser.
Da das Segel anfangs am Limit seiner Kursverträglichkeit arbeiten musste, musste es auch sehr konzentriert gesegelt werden. Das sieht dann ungefähr so aus:
Wir brachten es auf enorme Geschwindigkeiten. Bei gerade mal 1,5 Bft kamen wir auf eine Geschwindigkeit von 5,3 ktn. Nur fliegen ist schöner. Gut, die Werte sagen jetzt bestimmt nur den Seglern etwas - mal so ausgedrückt: bei einem Hauch von Wind schossen wir nur so durch die Wellen :-)
... und haben unser großes Ziel erreicht: Schweden! Wir liegen im Hafen von Ystad, verdauen frisch geduscht die eilig gekochten Spaghetti bei einem las Rotwein. Vielleicht ziehen wir morgen schon weiter. Ystad kennen wir bereits vom letzten Sommer ganz gut. Wir wollen mehr - Schweden!!
ach wie schoen - back to your favourite:))) have fun!! hoffentlich mit wind und nicht alzu oft glatter ostsee vor der schwedischer kueste! lg aus berlin ohne wind, mit hitze und einer gewitterwolke die einfach nicht kommen will ;))
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