Sonntag, 18. August 2013

abgesoffen

Sonntag, 18.08.2013

Am frühen Morgen - so gegen 8:30 Uhr - wurden wir von lautem Rufen, gestarteten Motoren und ausrauschenden Festmachern geweckt. Viele Crews aus unserer direkten Hafennähe waren im Aufbruch. Schnell ein prüfender Blick auf die Seewetter-App, ob wir ein nahendes Sturmtief oder ähnliches verpasst haben ... nö! Keine Katastrophe im Anmarsch. Heute kommt allerdings starker Wind bis Stärke 7 auf, ein Grund mehr für uns, im Hafen zu bleiben. Während Harry sich wieder aufs Kissen fallen ließ, sah ich dann doch noch vorsichtshalber mal in die Nachrichten. Nö, auch nix, was den sofortigen Aufbruch verlangte. Also einen guten Schweden-Krimi raus und ruhig bleiben. Es waren fast ausnahmslos deutsche Boote, die den Hafen verließen. Sicher nur gestresste Urlauber, die bis heute Abend zu Hause sein müssen, weil der Urlaub zu Ende ist.
Nachdem wir uns dann doch zum Aufstehen überreden konnten, war erst einmal ein gemütliches Frühstück angesagt. Die Sonne kämpfte sich durch die Nachtregenwolken, es wurde endlich mal wieder wärmer.

Die Feuerwehr im Hafen ist schon aufregend. See-Übung, achso. Aber der Kleine im Vordergrund hat unsere Herzen noch höher schlagen lassen! Einfach cool!
Wir brauchten Brot und befragten den Stadtplan nach ICA oder coop - unsere Stammhäuser für den täglichen Bedarf in Schweden. Schnell gefunden stapften wir los. Wir haben schon letztes Jahr so viel Zeit in Ystad verbracht, das wir uns fast ohne Plan zurechtfanden. Irgendwie ein schönes Gefühl von "zu Hause"; die Stadt gefällt mir jedes Mal aufs Neue.
Das übliche Ystad-Foto. Alle Jahre wieder ... gut so!

Eine Schönheit im Vorgarten. Blumen gibt es in Ystad sprichwörtlich an jeder Häuserecke.

Den Einkauf schafften wir noch trocknen Fußes. Kaum zurück fing es an zu regnen - und regnet seitdem fast durchgängig. Aber es ist nicht kalt - nordische Tropen sozusagen.
Foto vom Cockpit in den verregneten Hafen. Die Mariner ist (fast) allein in dieser Reihe. 
Uns stört das nicht großartig. Heute war Erholung angesagt und die haben wir. Faul unter Deck wurde in Segelfachzeitschriften geblättert, ein wenig sauber gemacht und ausgiebig gekocht. Ein frisch gejagtes Schweinefilet vom ICA in Rosmarin-Frischkäse-Soße mit Knoblauch-Zwiebel-Mais. Leider verstärkte die Kocherei den eh schon hohen Feuchtigkeitsgehalt der Luft unter Deck. Wegen des prasselnden Regens konnten wir lange Zeit keinen Durchzug machen. Alle Flächen beschlugen, bah - man hat´s schon schwer ... :-)

Dank der Regenwolken gab es einen beeindruckenden Sonnenuntergang. 

Auch jetzt herrscht an Bord sehr viel Ruhe. Keine Hektik; wir haben uns für den Rückweg nach Rügen für den vorausgesagten Wind am Dienstag entschieden. Der startet als Nordnordwest-Wind mit Stärke 2-3 Bft und steigert sich gen Rügen auf eine angenehme 4 aus Westnordwest. Das lässt auf eine schöne Fahrt unter Gennaker (Leichtwindsegel) hoffen.
Das heißt, dass wir auch morgen noch im Hafen von Ystad bleiben, Urlaub spielen, ein bisschen am Boot basteln (nein, Kenneth, der Boiler kommt noch nicht) und zwischendurch einfach mal nichts machen.
Eins haben wir uns vorgenommen: Kaffee trinken gehen, einen richtig guten Espresso. Das fehlt uns schon so langsam - noch ist die Nespresso-Maschine nicht mit an Bord ... noch nicht :-)))

2 Kommentare:

  1. liegt die Betonung beim Boiler auf "noch nicht" ?
    Das wäre ja schon mal eine klare Aufweichung bisheriger Positionen ........ :-)

    ... im Übrigen, ist eine Espresso-Maschine auch im weitesten Sinne ein Durchlauferhitzer, oder ?

    Viel Spaß noch. Kenneth

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    1. Danke Kenneth, echt super.
      Du hast Harry auf die Idee gebracht und ich darf jetzt bei nespresso anfragen, ob es die Espressomaschinen auch in noch größer, stärker, usw. gibt UND mit 12V-Anschluss!
      :-))))))
      LG Katrin

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