...ich will hier nie wieder weg! Vor allem nicht aus Tjärö. Legt mir Internet dahin und ich wandere aus. Der schwedische Schärentraum hat mich voll im Griff. Ich bin Ost-Schweden-gaga!
10.08.2013_Der Start in Karlshamn/Vägge Fiskehamn versprach so einiges. Unter einem traumhaften Sommerhimmel, blau-weiß mit viel Sonne dazwischen, starteten wir ohne Hast in den Tag. Frühstück, aufräumen, Wasser bunkern, Boot seeklar uuuund ... ab die blaue Post.
Bei Windstärke 3-4, raumen Wind bis vor dem Wind und einem aufgeregtem Navigator ging es in die Schären. Zum Glück riet mir der Hafenmeister von Sölvesborg, dem ausgewiesenen Fahrwasser zu folgen. Manchmal zwar ein Umweg, aber sicher (für den doofen Touri). Es war so schon ab und zu ziemlich eng.
Da ist man als deutscher Segler Ordnung gewohnt und nun das hier. 5m neben dem Fahrwasser Steine! Steine, die man sieht und Steine, die man nicht sieht. Räumt denn hier niemand auf? Nee, man geht lieber um den Midsomma-Baum tanzen. Und der deutsche Segler? Der schwitzt sich derweil literweise den Angstschweiß auf die Stirn und muss pausenlos auf die Segelroute achten. HEY, ich habe Urlaub!Im Ernst: wenn man sich dran gewöhnt hat, segelt es sich ganz gut. Der Schwede ist so clever und fährt hauptsächlich Motorboot; schnelles, großes Motorboot.
Und damit gerne am Boot der angstschwitzenden Deutschen nah vorbei. Jippieh, Heckwelle ... ha-ha!
Oder sie segeln nur mit dem Vorsegel. Das geht zwar meistens langsamer, ist aber wesentlich entspannter.
... ist ein Traum.Viele kleine Buchten, in der größten ist ein einfacher Hafen mit Steg und mehreren kleinen Ankerbuchten.


Kaum angekommen, inspizierten wir die nähere Umgebung - bewaffnet mit Bier, Bifi und Handtuch.
Vor der Nase schwammen Ohrenquallen aller Größen vorbei und wurden Stück für Stück vor der Schärenwand gerettet.
Gut, waren die Hände auch schon nass. Irgendwann packte mich das Ganze und ich verschwand mitten im Gespräch ins Wasser. Brrrr-toll! Toll, toll, toll. Der vom Wandern aufgeheizte Körper genoss die Kühle. Durch den Strom zwischen den Schären konnte man super auf der Stelle schwimmen.
Nach und nach kam eine ganze Großfamilie Schweden dazu, entschuldigte sich fast, dass sie auch da waren und die Jugend stürzte ins Wasser. Auf der gegenüberliegende Schäre angekommen, galt es, Mut zu beweisen. Man hatte einfach zu viel Publikum, um NICHT herunterzuspringen. Vor allem das einzige Mädchen hat man während des Sprungs sehr gut gehört ...
Anschließend umrundeten wir noch auf einem offiziellem Wanderweg den Südteil der Insel.
Wacholdersträucher, wohin man sieht.
Der Feinschmecker probiert und .... findet die Beeren für zu unaromatisch und zu trocken.
Gut ausgepowert und hungrig kamen wir später am Abend wieder am Boot an. Unsere schwedischen Bootsnachbarn packten gerade für das x-te Picknick (Grill-Picknick, Brote-Picknick, Kekse-Picknick) das Grillzeug zusammen.
Wir ließen den Tag bei Penne aglio olio (viiiieeel Knoblauch in Olivenöl plus viiieeeel Parmesan) und Rotwein ausklingen. Durch die ungewohnte Lauferei waren wir sehr früh müde.
12.08.2013_Ohne Internet auch kein Segelwetter. Das machte mich heute morgen fast irre.
Völlig ahnungslos (und sowieso etwas traurig über den Abschied) verließen wir Tjärö mit Ziel Karön, eine Insel vor der Stadt Ronneby. Die See war arg wellig, der Wind ruppig bei Stärke 3-5, immer noch aus Südwest bis West. Da wir immer noch auf stetem Ostkurs sind , schob der Wind uns vor sich her. Aber wie gesagt, ruppig. Ein Versuch, ordentlich deutsch unter voller Beseglung zu Segeln wurde von der schwedischen Schärensee belächelt. "Ich schieb euch noch `ne Welle rein und den Wind mal wegen des Waldes aus `ner anderen Richtung. Mal sehen, ob ihr das hinbekommt". Nee, ham wa nich. Ruder links, Ruder rechts, Segel gefiert (aufgemacht), Segel dichtgeholt, Katrin ausmeckern, Segel auf die andere Seite, ...usw. Als wir das gesamte Programm durch hatten, kamen die Segel runter, der Motor ins Wasser, der Harry zum Schmollen unter Deck und ich an die Ruderpinne. Nach kurzem Verschnaufen kam das Vorsegel wieder raus. War ja auch nicht mehr weit.
... und angekommen sind wir auch. Unsere heutige Route:
Wir liegen unspektakulär in einem Gästehafen vor Ronneby und wollen so schnell wie möglich weiter.
Entweder wieder ursprüngliches Schärenland oder rein nach Karlskrona.
Das wäre die passende Route, um morgen in den City-Hafen von Karlskrona einzulaufen:
Den Rest das Tages wird entspannt und gegammelt. Es wartet noch eine angebrochene Flasche Rotwein auf Verwertung ...















oh wie schön - das herrliche verliebt sein in schären teilen wir so was von mit! kann so gut verstehen das es euch einfach gUUUUt geht ;)) wenn ihr zwischen traumlandschaften, tausend photos, navigation und der suche hnter welchen der felsen nun die tonne sich versteckt - also falls ihr mal in diesem ganzem spass noch luft für eine bitte habt - dann wurden wir uns sehr freuen über schöne hafentipps, aber jetzt kommts - mit liegeplatz und einfahrt beides so min 2,5/2,7m?....... vielleicht ein ziel für ein schnelles gemeinsames ausflug nach ostschweden?? ;)) lg i & k
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