Donnerstag, 8. August 2013

mal zu Fuß

Donnerstag, 08.08.2013

Es regnet immer mal wieder, der Wind kommt aus der falschen Richtung - gute Gründe für einen Tag an Land.
Da es schon morgens regnete, schliefen wir aus  - also Harry schlief, ich las :-).
Dann ein gemütliches langes Frühstück, aufräumen, Wasser nachtanken und Lebensmittelcheck.
Gut fürs Wetter gerüstet zogen wir in die (Klein-)Stadt. Basili2 blieb als Ruderwache an Bord. Wer so mitgenommen aussieht wie er zur Zeit, sollte das Boot lieber nicht verlassen. Ich fürchte, da kündigt sich Basili3 an ...

Da uns nicht nach Stadtbummel war, erledigten wir nur das Nötigste.
Nein, nicht hier. Das ist der Staatliche Alkoholhandel.
Brauchen wir nicht. Mit unseren Vorräten an Bord könnten wir dem hier fast Konkurrenz machen.
Ein !Spaß!, nur ein Spaß, lieber schwedischer Zoll.

Apotheke, Geld holen und Lebensmittel nachkaufen - das konnten wir alles in einem Gebäude erledigen. Sehr von Vorteil bei diesem Wetter.
Mist, die Vanille-Blaubeer-Schnecken sind nicht mehr im Angebot. Nur noch Zimt  - erste Panik kam auf und wurde mit einem Glas Blaubeerkonfitüre besänftigt.
Auf dem Weg zum Boot gings vorbei am Bahnhof. Die sehen irgendwie überall in Europa gleich aus ...


Schnell den Einkauf im beginnenden Regen an Bord gebracht, den Guss abgewartet und wieder neu gestartet. Endlich Richtung Natur. Über die Fußgängerbrücke gleich hinter unserem Hafen wechselten wir von Kleinstadtindustrie blitzschnell in die schwedische Wildnis.
Sölvesborg mit seiner Industrieanlage. Wir schauen gern zur anderen Uferseite ...

Die Brücke verbindet das eine Ufer, zwei dazwischenliegende Schären und die andere Uferseite.

Toll. Kaum war man auf der ersten Schäre ein paar Schritte von der Brücke weg, stand man mitten in fast urwüchsiger Natur - wenn man von ein paar Trampelpfaden und idyllischen Lagerfeuerplätzen mit Brennschalen oder -körben und Holzbänken absah.


Jetzt fehlte mir nur noch ein Elch! Kam aber keiner. Schade. Wenigstens fürs Foto? ... nein? ... na gut.

Der Rest des Tages verlief "in ruhigen Bahnen". Den Höhepunkt setzte das heutige Essen: Rückensteaks mit Kartoffeln, leckerer Soße und in Butter gebratenen Riesenchampignons, die wir erst für Parasole hielten. Die Kunst bei der ganze Sache besteht im Kochmanagement. Mir stehen hier nämlich nur ein zweiflammiger Spirituskocher und ein Wasserkocher zur Verfügung. Aber - Frau kann das *zwinker*
... und geschmeckt hat es auch noch.
Den Rest des Abends werden wir einfach mal ausspannen und ich mit der Planung der folgenden Segelrouten beginnen. Es geht weiter Richtung Ost - in eine schwedische Traumwelt, wenn ich mir die Karten so ansehe. Ja, es ist nicht der Stockholmer Schärengarten, ich weiß :-) Aber manchmal kann ich auch mit kleinen Sachen zufrieden sein!!! Für die kleine 7m-Segelyacht ist das schon ein weiter Weg hier hoch und das wir überhaupt jetzt schon soweit gekommen sind, ließ sich kaum erhoffen.

Ein Blick auf die Landkarte:


Wir sind momentan in Sölvesborg. Karlshamn (ca. 25 Seemeilen) ist Pflicht, Ronneby (mein) Ziel (nochmal ca. 20 Seemeilen) und Karlskrona (weitere ca. 20 Seemeilen) im wahrsten Sinne des Wortes die Krönung (und Harrys Ziel). Die Wege sind gerechnet als Fahrt mitten durch die Schären. Etwas langsamer aber dafür bestimmt schöner als etwas südlicher im freien Wasser.
Wenn ich mir als Navigator der Mariner jedoch die elektronische Seekarte von den Schären von Karlskrona so ansehe, wird mir jetzt schon schlecht:

Südlich davon befindet sich noch ein Schieß-Übungsgebiet der schwedischen Marine. Wenn ihr also nichts mehr von uns hört, war die Ausbildung dort erfolgreich ...
Morgen werden wir ja sehen, ob wir es erst einmal "um die Ecke" nach Hanö oder Karlshamn geschafft haben. Daumendrück und Wind geschickt - Bitte!

3 Kommentare:

  1. Hallo ihr Schweden-Segler ;))
    Schöne Plätze habt ihr da! Auch wenn wir uns paar Tage nicht gemeldet haben, verfolgen wir euch und eure Tour immer noch fleissig. An der Wannsee ist eurer Platz nun endlich frei - das neu gekommende Boot ist eine Box landwärts gerutsch. Sind paar schöne Bilder von Wannsee nach den Gewittern bei uns auf dem Blog http://mak7-hasardeur-2013.blogspot.de - wobei so langsam kommt auch bei uns Lust auf die Weite, Schären und das "richtige" Segeln ;))
    Liebe grüsse, und last euch und dem "Red-Nose" gut gehen!
    Viel Spass!!

    i

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  2. Ach ja, und passt auf - weiss nicht wie in Ost Schären, aber im West Schäden Bezeichnung "Fahrwassertonne" gilt auch für Streiholzatige Stöcke im Wasser, nur die äusseren (also Fährverkehr) Tonnen waren überordentlich gross - kuckt lieber zweimal nach, die Steine sind hart .... ;)) wobei man gewöhnt sich unheimlich schnell an etwas andere Art und dimensionen, das ist auch wahr!

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  3. Hallo Wannsee-Segler (noch) :-)
    Das mit der Betonnung gucken wir uns morgen mal genauer an.
    Danke fürs Platz machen, wir bleiben aber mindestens noch den September in Neuhof liegen. Es ist zu schön mit sooo viel Platz zum Segeln. Danke, dass ihr "bei uns" seid!

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